Intranet matters

Enttäuschung 2.0

Published February 15, 2008 by Stephan Schillerwein

Bei der Vorbereitung meines Referats für das Intranet 2.0 Forum letzten Dezember (Thema: Strategie für Intranet 2.0 [PDF, 730 kb]), habe ich mir überlegt, was denn das Killerargument ist, weshalb Unternehmen sich zwingend und umgehend mit dem internen Einsatz von Social Computing befassen müssen.

Produktivitätssteigerung? Ja, sicher, aber…
Wissensgenerierung und -erhalt? Selbstverständlich, aber…
Bessere Vernetzung der Mitarbeiter? Natürlich auch, aber…
Aktivierung des kreativen Potentials aller Mitarbeiter? Da wäre viel zu holen, aber…

Die Liste lässt sich fortsetzen. Immer mit diesem „aber“, das ausdrücken soll, dass diese Effekte zweifelsfrei wünschenswert, sinnvoll und Nutzen stiftend sind, mir jedoch nicht ausreichend scheinen um wirklich Geschäftskritisch zu sein bzw. keine echte Dringlichkeit vermitteln. Tausend andere Initiativen (vom Knowledge Management bis zur Neugestaltung der Kantine) versprachen und versprechen genau das gleiche…

Die Erfüllung dieser beiden Voraussetzung fand ich jedoch beim Argument „die Generation Y (oder ‘Generation G’ wie Google Generation oder ‘Generation N’ wie Net Generation oder Millenials…) kennt nichts anderes und wird auch nur so arbeiten, deswegen sind diejenigen Unternehmen, die das nicht bieten können, deutlich im Nachteil beim zukünftigen Kampf um Talente“. Das ist für mich ein echtes Killerargument. Ohne aber.
(das war übrigens bevor in den USA häufiger über Rezession gesprochen wurde und der Jobmarkt somit auf unbestimmte Zeit als von den Anbietern von Arbeitskraft dominiert angesehen wurde).

Und die Enttäuschung? Nun legen einige Studien nahe, dass diese Generation Y und ihre Ansprüche und Arbeitsweisen nur ein Mhytos sind bzw. nur auf einen kleinen Teil dieser Generation zutreffen.
(vgl.: Librarians challenge Web 2.0 youf-work myths)

Ist mein Killerargument also dahin???
(auf das ich in meinem Vortrag dann übrigens gar nicht gross eingegangen bin, weil Leila Summa danach noch ausführlich über den Mitarbeiter 2.0 referiert hat)

Ein Gutes hätte das auf jeden Fall: das Argument war ein „muss“-Argument („ich muss etwas machen, damit ich mir keine Nachteile einhandle“) – also ein schlechter Motivator, der meist zu halbherzigen und vor allem auf den Schein bedachten Lösungen führt. Eine „ich will, weil ich vom Nutzen überzeugt bin“-Lösung scheint mir der bessere Weg. Und da sind die oben genannten „Ja, aber“-Argumente wohl doch besser geeignet.

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